mi 18/09
20:00
€ 15.00
KUNST UND DRAMA spielt „Wasser“ von Katerina Cerná.
Deutsche Erstaufführung

Zwei Menschen. Zwischen ihnen eine Waschmaschine. Einer der beiden steckt den Kopf in die Maschine und hofft so, im Inneren eine Lösung zu finden. Lösung wofür? Dafür, dass sie nicht wissen, wie sie von hier wegkommen, aber auch nicht wissen, wie sie hierhergekommen sind. „Was machen wir hier?“, fragt der eine den anderen. Eine befriedigende Antwort auf dies und ähnliche Fragen gibt es nicht, dafür aber reichlich Wortspiele, Sprachverwirrungen und absurde Späße und das nicht nur wegen dem schrägen Text.

„Wasser“, eine surreal-lustige Geschichte zweier Menschen, die nach einer Lösung suchen, entstand im Rahmen des Förderprogramms „FORUM-Text“ der Universität Graz. KUNST UND DRAMA ist von Katerina Cerná autorisiert worden, ihr Stück in Nürnberg zur Deutschen Erstaufführung zu bringen.

Es spielen:
Mensch 1: Roland Eugen Beiküfner (Themenkunstverein e.V.)
Mensch 2: Frank Dienemann (1. Vorsitzender TEMPO100)
Musik: James Michel (The goho Hobos)
Regie: Friederike Pöhlmann-Grießinger (KUNST UND DRAMA)
Regieassistenz: Christian Kern (Wir sind Film e.V.)

Eintritt: 15 Euro / 10 Euro (erm.)
Link zur Homepage
do 19/09
20:00
€ 15.00
KUNST UND DRAMA spielt „Wasser“ von Katerina Cerná.
Deutsche Erstaufführung

Zwei Menschen. Zwischen ihnen eine Waschmaschine. Einer der beiden steckt den Kopf in die Maschine und hofft so, im Inneren eine Lösung zu finden. Lösung wofür? Dafür, dass sie nicht wissen, wie sie von hier wegkommen, aber auch nicht wissen, wie sie hierhergekommen sind. „Was machen wir hier?“, fragt der eine den anderen. Eine befriedigende Antwort auf dies und ähnliche Fragen gibt es nicht, dafür aber reichlich Wortspiele, Sprachverwirrungen und absurde Späße und das nicht nur wegen dem schrägen Text.

„Wasser“, eine surreal-lustige Geschichte zweier Menschen, die nach einer Lösung suchen, entstand im Rahmen des Förderprogramms „FORUM-Text“ der Universität Graz. KUNST UND DRAMA ist von Katerina Cerná autorisiert worden, ihr Stück in Nürnberg zur Deutschen Erstaufführung zu bringen.

Es spielen:
Mensch 1: Roland Eugen Beiküfner (Themenkunstverein e.V.)
Mensch 2: Frank Dienemann (1. Vorsitzender TEMPO100)
Musik: James Michel (The goho Hobos)
Regie: Friederike Pöhlmann-Grießinger (KUNST UND DRAMA)
Regieassistenz: Christian Kern (Wir sind Film e.V.)

Eintritt: 15 Euro / 10 Euro (erm.)
Link zur Homepage
sa 21/09
20:00
€ 10.00
VV X - 10 Jahre Vivian Void und bessere Bands
Vivian Void (Experimentale Popularmusik)

“grelle Wunderkammer oder ein barockes Kuriositätenkabinett”
(african paper)
"schlichtweg geniale DIY-Erfahrung zwischen Cheerleader-Chor, Noisepunk und verspieltem Experiment, die alles, nur eines nie ist: langweilig." (taz - die tageszeitung)

Mio Myo (Ghost-Pop)

"Singer-Songwriter-Ästhetik trifft auf Clubkultur. Rauschhafte Passagen, virtuose, schwerelose Melodien und ein weltvergessener Gesang"

The Great Park (Folk-Pop)

”Ein kompromissloser Musiker, der mit bestätigtem Optimismus musiziert.(...)Dass die Folksongs nie ins Kitschige abdriften, hat auch mit Stephen Burchs Gesang zu tun, der alles andere als glatt ist. So zittrig, ja, brüchig kommt er oft daher, dass Conor Obersts Stil von den Bright Eyes dagegen schon fast geschliffen wirkt."
(SüddeutscheZeitung)

Special Guest (Indie-Rock)

"Top Secret ist tippitopi"
(Lokalpresse)

+ Aftershowparty

Die siebenköpfige Art-Pop-Band Vivian Void hat Lust ihren 10-jährigen Geburtstag zu feiern. Es geht um Euphorie, gemeinsame Zeit und die Frage, was man sich in zehn Jahren alles hätte drauf schaffen können. Egal.

Zu diesem Anlass spielen nicht nur Vivian Void, sondern auch von ihnen geliebte Bands unter anderem den ein oder anderen Vivian Void Song. Dance viv us.
Link zur Homepage
mi 25/09
20:00
Producer Meeting Nürnberg
Each one teach one <3
Weitere Infos dazu auf Facebook unter:
https://www.facebook.com/wearewaitingforyoursound/

Eintritt frei.
Link zur Homepage
fr 27/09
19:00
The Bitter End Tour 2019
Defy The Laws Of Tradition lädt ein & mit dabei im Gepäck - Die Mainzer' All Its Grace auf ihr 15 Jähriges Band bestehen, trinken wir erst recht ein zusätzliches Bier - und der Augsburger Mathcore Fünfer' Facing The Swarm Thought!

Es wird laut, es wird geshredded was das Zeug hält und es wird die Bude abgerissen!
Das und feinster Metal warten auf Euch in der Desi Nürnberg am 27.09.19 ab 19 Uhr.

Wir sehen uns im September! \m/
Link zur Homepage
sa 28/09
20:00 einlass
21:00
DIE GOLDENEN ZITRONEN - „More Than a Feeling - Tour 2019“
Präsentiert von: Curt Magazin, Desi Nürnberg, Kulturzentrum E-Werk Erlangen, Zündfunk

Haltung zeigen gilt heute als zentrales Merkel für politische Popkultur. Waren wir da nicht schon einmal weiter? Fanden wird nicht irgendwann mal bloß Haltung zeigen zu ausgelutscht? Zu ausbeutbar, zu umdeutbar in ein Just-Do-It- Rebellentum? Heute, wo sie selbst im tropischen Brasilien, einst Traumland der Globalisierungskritiker_innen, einen Rechtsradikalen zum Präsidenten wählen, greifen wir wieder instinktiv in die Schublade, dahin, wo die guten alten Haltungen lagern. Und die bewährten Genres gleich daneben. Wir halten sie vor uns her wie Schutzschilde. Bella Ciao – komm, wir wärmen uns am alten Partisanenlied! Komm, wir singen Antifa-Stadionpunkrock wie früher! Rebellischer Reggae und Hiphop, hoch die Faust, da wissen wir wenigstens, wo wir dran sind. Ein verrauchtes Honky-Tonk-Piano erklingt: "Komm Joe, mach die Musik von damals nach!" So heißt es in Brecht's Dreigroschenoper, die Goldenen Zitronen zitieren das. Schon auf einer ihrer früheren Platten (ich weiß nicht mehr welche) haben sie sich beschwert, warum es immer "Nazis raus!" heißt, wo doch jeder weiß, dass die Nazis hierher gehören.

So sind die Goldies. Immer voll drauf mit den Waffen der Kritik. Sezieren, aufspießen, Widersprüche polieren. Nörgel, nörgel, mecker mecker. Vielleicht sind die Goldies nach wie vor eine Punkband, aber wenn dem so ist, dann ist Punk eine Haltung, die Haltungen (musikalische, inhaltliche) sucht, die es noch nicht gibt. Bei den vergangenen Platten war diese Suche gerne ein kollektives Unterfangen, die Songs entstanden in Jams und gemeinsamen Debatten. Auf "More Than a Feeling" sind die Goldenen Zitronen arbeitsteiliger vorgegangen, eher so wie zeitgenössische Hiphop-Produktionen entstehen. Acid, DAF, Ernst Busch, Kendrick Lamar, Punkrock, Störgeräusche, Experimente mit Sequencer und Drummachines: Die Goldies äußern sich immer so, wie es bisher niemand gemacht hat, musikalisch und inhaltlich. Sie interessieren sich für "das schwer Benennbare", wie es in "Die alte Kaufmannsstadt, Juni 2017" heißt, ein Stück, das die Geschichte des G20-Spektakels in Hamburg erzählt. Die Goldenen Zitronen haben während der G20-Proteste zur Eröffnung der linksautonomen "Welcome to Hell"-Demo gespielt. Denn "the wealth of the few is hell to the others", so erklären sie es, ohne sich die Kritik der "Rollenfestspiele" zu versagen: "Wie meist bei solchen Anlässen war nicht klar ob diejenigen, die hier diesen Kampf in symbolträchtigen Bildern ausagierten auch wirklich verständlich sind für die Verdammten dieser Erde,für die sie bei solchen Anlässen ja immer zu sprechen glauben / Die Gesichter die man hinter den schwarzen Kapuzen und Sonnenbrillen sehen konnte waren weiß und meistens männlich." Die Gesichter der Goldenen Zitronen sind auch weiß und meistens männlich, aber immerhin ziehen sie sich ab und an mal die Schuhe von anderen Leuten an. Wie zum Beispiel in "Es nervt", mitgeschrieben und gesungen aus der Perspektive einer schwarzen Person, die das Verhalten weißer Linker reflektiert, im Original ein Stück von Schwabinggrad Ballett & Arrivati, deren Sängerin Latoya Manly-Spain hier als Gast singt: "Wir, das edle Objekt of your projections, Protagonistinnen euer Schlachtengemälde / Solange wir nicht das Falsche sagen und euch enttäuschen mit falschen Vorwürfen und Undankbarkeit".

"Ohlalalala" singen die Goldies auch, aber dann gleich: "Sehe ich Dunkles hinter deiner Tür / Ich bin da, ich helfe dir". Spielt "Nützliche Katastrophen" im Kopf von Caligula? In dem von Björn Höcke oder Viktor Orban? oder von Boris Johnson ? Geht's hier um die tot geglaubte Wiederkehr von populistischer Feindbildproduktion zum machtpolitischen Selbstzweck? Oder seh' ich mich noch auch ganz gerne in der Trotzdem-alles-im-Griff-Rolle? Diese beunruhigende Gewissheit, dass das Private politisch ist, liegt oft unter den Texten der Goldenen Zitronen. "Ich weiß jetzt das du Angst hast vor Veränderung / Obwohl du gern nach Teneriffa fliegst", heißt es in "Bleib bei mir" (feat. Sophia Kennedy). More than a feeling eben. Selbst ein retro- und funmäßig daherkommender Song wie "Das war unsere BRD" bringt einen ganz schön zum Grübeln: "Aufkleber, die die Gesinnung klären", "Polizisten im Safarilook", weißt du noch, Schatz? Aber waren wir damals besser dran? Was heißt überhaupt "Wir"? "More than a Feeling" ist nicht zuletzt auch eine Sammlung von verzweifelten Spottliedern, also Songs, bei denen du nicht recht weißt, ob nicht die Verzweiflung über das Verspottete den Spott noch durchdringen lässt. Wie in "Mauer bauen" zum Beispiel, wo sich die Goldies fragen, was eigentlich mit "Volk" gemeint ist: "Meinen sie damit, dass sie um die Nasen die sie tragen wollen, dass sie um die Musik die sie hören wollen, um die Autos die sie fahren wollen, um die Schweine die sie essen wollen, um die Schritte die sie marschieren wollen etwas herum bauen wollen, um nur „ihr wir“ sein zu können?" Irre ich mich, oder gab es je auf einem Album der Hamburger Band so viele "Hä?", "What?" oder "Was?"-artige Ausrufe gleich im Eröffnungsstück "Katakombe"? Nicht immer gleich die Haltung aus dem Schrank holen. Erstmal verstehen wollen, was eigentlich abgeht.
Link zur Homepage
mo 30/09
19:30 einlass
20:00
€ 8.00
A Global Mess - Lesung
Präsentiert von Pechschwarz und der Desi Nürnberg im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Musik & Geste"

Diana Ringelsiep und Felix Bundschuh haben sich 2018 auf eine abenteuerliche Reise quer durch den südostasiatischen Underground begeben. Dabei gingen die Journalistin und der Musikmanager an Orte, die in keinem Lonely Planet stehen und an denen Subkultur noch echte Rebellion bedeutet. Sie besuchten Punk- und Hip-Hop-Shows, gerieten in brenzlige Situationen abseits der Touristenpfade und sprachen mit zahlreichen Streetartists, Bands und politischen Aktivist*innen. Nun haben sie ein Buch im Ventil Verlag, eine Doku und einen Vinyl-Sampler auf CONCRETE JUNGLE RECORDS veröffentlicht. Bei uns werden sie aus ihrem Buch "A Global Mess - Eine Subkultur durch Südostasien" lesen und euch bei der anschließenden Q&A-Runde alle Fragen zu ihrem Projekt beantworten.

A GLOBAL MESS
https://www.aglobalmess.com
https://www.facebook.com/aglobalmess/
https://www.ventil-verlag.de/titel/1841/a-global-mess
Link zur Homepage
do 03/10
19:30 einlass
20:00
€ 12.00
€ 10.00 vvk
Fatma Aydemir & Hengameh Yaghoobifarah - Eure Heimat ist unser Albtraum (Ullstein Verlag)
Das DESINTEGRATIONSBÜRO präsentiert:
"HAYMATLOS" Kritische Perspektiven auf Heimat, Integration und den neuen deutschen Nationalismus
Lese- und Vortragsreihe in der Desi Nürnberg

Wie fühlt es sich an, tagtäglich als „Bedrohung“ wahrgenommen zu werden? Wie viel Vertrauen besteht nach dem NSU-Skandal noch in die Sicherheitsbehörden? Was bedeutet es, sich bei jeder Krise im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionszugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Und wie wirkt sich Rassismus auf die Sexualität aus?
Dieses Buch ist ein Manifest gegen Heimat – einem völkisch verklärten Konzept, gegen dessen Normalisierung sich 14 deutschsprachige Autor*innen wehren. Zum einjährigen Bestehen des sogenannten „Heimatministeriums“ sammeln Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah schonungslose Perspektiven auf eine rassistische und antisemitische Gesellschaft. In persönlichen Essays geben sie Einblick in ihren Alltag und halten Deutschland den Spiegel vor: einem Land, das sich als vorbildliche Demokratie begreift und gleichzeitig einen Teil seiner Mitglieder als „anders“ markiert, kaum schützt oder wertschätzt.

Mit Beiträgen von Sasha Marianna Salzmann, Sharon Dodua Otoo, Max Czollek, Mithu Sanyal, Margarete Stokowski, Olga Grjasnowa, Reyhan &#350;ahin, Deniz Utlu, Simone Dede Ayivi, Enrico Ippolito, Nadia Shehadeh, Vina Yun, Hengameh Yaghoobifarah und Fatma Aydemir.

FATMA AYDEMIR, 1986 in Karlsruhe geboren, ist Kolumnistin und Redakteurin bei der taz. 2017 erschien ihr Debütroman Ellbogen.
Als freie Autorin schreibt sie daneben u. a. für das Missy Magazine. 2019 ist sie Stipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles.

HENGAMEH YAGHOOBIFARAH, geboren 1991 in Kiel, ist freie*r Redakteur*in beim Missy Magazine und bei der taz, schreibt für deutsch-sprachige Medien, u.a. die Kolumne „Habibitus“ für die taz sowie für Spex, an.schläge und für das Literaturjournal politisch schreiben.

Die Veranstaltung wird präsentiert von der Desi Programmgruppe & der Initiative "Das Schweigen durchbrechen". Unterstützt durch die Buchhandlung Jakob.

Vorverkauf an allen bekannten VVK-Stellen. (Direklink unten)
Link zur Homepage
fr 04/10
22:00
Das magische Theater
Bummeltechno & Downtempo <3

Infos folgen.
Link zur Homepage
sa 05/10
20:00 einlass
21:00
€ 22.00
€ 18.00 vvk
Stereo Total
Präsentiert vom Kulturzentrum E-Werk Erlangen & Desi Programmgruppe

Das Monster rasselt mit den Ketten und erhebt sein mächtiges Haupt: Stereo Total gehen auf Tour. Mit ihrer neuen Platte «Ah! Quel Cinéma!» haben die Antidiva Françoise Cactus und Antimultiinstrumentalist Brezel Göring nicht nur musikalisch mindestens 2 Ausrufezeichen gesetzt, sondern auch für jede Lichtschattierung zwischen hell und unterbelichtet den passenden Ohrwurm im Karton.
Musikfreunde aufgepasst: Diese Band rollt nicht über Beethoven, sondern sie knallt von der Decke auf ihn runter. Die neue Platte wird am 12. Juli 2019 bei Tapete Records erscheinen.

Tickets: VVK 18 € + Geb. über www.reservix.de und an allen bekannten VVK-Stellen.
Link zur Homepage
mi 23/10
20:00
Producer Meeting Nürnberg
Each one teach one <3
Weitere Infos dazu auf Facebook unter:
https://www.facebook.com/wearewaitingforyoursound/

Eintritt frei.
Link zur Homepage
sa 09/11
18:00
Dunkel Fast Nacht 3 - Minifest
Präsentiert von der Desi Programmgruppe and friends.

Neues Jahr, kein Schritt weiter: Kälteexplosion bei 38°C im Schatten der deutschen Eiche. Die Menschlichkeit bekommt Frostbeulen. Die Reihen der Fans von Ungleichheitsideologien füllen sich immer weiter.

Vor den herrschenden Zuständen graut es vermutlich allen empathiefähigen Menschen.
Finstere Zeiten.
Dunkel.
Fast Nacht.

No place for homophobia, racism, sexism, fascism and hate!

Bleakness (HC-Punk)
https://bleaknesspunk.bandcamp.com/

FCKR (NDW-Punk)
https://fckr.bandcamp.com/

Finisterre (HC-Crust)
https://finisterre.bandcamp.com/

HC Baxxter (HC-Kirmestechno)
https://hcbaxxter.bandcamp.com/

Seax (Punk)
https://seaxpunks.bandcamp.com/releases
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Vortrag (in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung)

Incels - Zur Geschichte, Sprache und Ideologie eines misogynen Online-Kults

Was ist eine „Stacy“? Und ein „Chad“? Was bedeuten Begriffe wie „Roastie“, „blackpill“, „Wristcel“, „looksmaxing“ und „Femoid“?
Es handelt sich hier um den Code der sogenannten Incel-Subkultur, ein misogyner Online-Todeskult, der seit 2018 in den Blick der Öffentlichkeit geraten ist. „Incel“ ist die Kurzform für „Involuntary Celibate“- unfreiwillig im Zölibat lebende. Denn dieses jedoch nur scheinbar unfreiwillige Zölibat konstituiert die komplette Identität dieser frustrierten jungen Männer.
Im April 2018 fuhr der Kanadier Alek Minassian mit dem Auto in eine Menschenmenge, um Rache dafür zu nehmen, dass er immer noch keinen Sex gehabt hatte. Sein Vorbild war Elliot Rodger, Held der Incels, der 2014 sechs Menschen tötete, 13 weitere verletzte, und ein über hundert Seiten langes Manifest hinterließ, das zum Manifest der Incel-Bewegung wurde.
Frauen würden einem Sex schulden, und müssen dafür bestraft werden, dass sie diesen verweigern, so der Tenor. Dass Frauenhass, Antisemitismus, Rassismus und die selbstgefällige Anspruchshaltung, man hätte allein seines Geschlechts wegen schon Sex verdient, Schuld daran tragen, dass die sich in der Alt-Right verortenden Incels in der Partnerinnenwahl versagen, wird vehement geleugnet.
Denn so wie man Frauen hasst, hasst man als Incel auch sich selbst: Incels hängen dem fatalistischen Glauben an, sie seien aufgrund der eigenen Hässlichkeit ohnehin determiniert, für immer ein Dasein als ungeliebter Einzelgänger zu fristen – Frauen seien schließlich alles oberflächliche Schlampen. Denn es gibt kaum etwas was der Incel mehr verabscheut als selbstbestimmte weibliche Sexualität.
Als Ventil für den eigenen Frust scheint das Internet. In Foren tauscht man sich mit Gleichgesinnten über die Verkommenheit von als „Femoids“ dehumanisierten Frauen aus, ergießt sich in Vergewaltigungs- und Mordfantasien, und bestätigt sich gegenseitig, dass man Abschaum sei, denn: Selbst- als auch Frauenhass bestimmen das komplette Dasein der Incels.
Diese permanente, aber nur vermeintliche Kränkung ist dem Incel untragbar, und muss so ihre Wiedergutmachung im Terror gegen Frauen finden , wie Männer wie Rodger, Minassian, oder Scott P. Beierle beweisen.
Doch Incels sind keine „schwarzen Schafe“, sondern ihre Ideologie ist in patriarchalen Verhältnissen verwurzelt: der Glaube auf das Recht auf den weiblichen Leib, als auch die Abwertung von Frauen und deren selbstbestimmter weiblicher Sexualität sind auch außerhalb von Incel-Foren hinaus weit verbreitet.
*************
Die Journalistin Veronika Kracher (Jungle World, Konkret) beschäftigt sich seit ungefähr einem Jahr intensiv mit der Incel-Subkultur. In diesem Vortrag wird sie anhand sozialpsychologischer Analysen, als auch hermeneutischer Textarbeit, die Ideologie der wohl toxischsten aller männerbündischen Gruppen analysieren und erklären.
*************
Content Warning: In dem Vortrag werden Misogynie und sexuelle Gewalt (auch gegen Kinder), als auch Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Transphobie behandelt.
Link zur Homepage
mi 27/11
20:00
Producer Meeting Nürnberg
Each one teach one <3
Weitere Infos dazu auf Facebook unter:
https://www.facebook.com/wearewaitingforyoursound/

Eintritt frei.
Link zur Homepage
do 05/12
20:00
HEIMAT – Eine Besichtigung des Grauens
Ein Anti-Heimatabend von und mit Thomas Ebermann und Thorsten Mense
Künstlerische Mitarbeit: Florian Thamer und Peter Bremme

Eine Kooperation von musikverein, Desi und Schweigen durchbrechen

Mit ihr wird für Zahnpasta und Banken geworben, der Trachtenhandel erzielt Umsatzrekorde und das provinzielle Kostüm enthemmt seine Träger/innen. Ein »Volks-Rock´n´Roller« füllt große Arenen mit jungem Publikum, die Bild-Zeitung ehrt sie mit einer kostenlosen Sonderausgabe, die Qualitätsmedien mit Features und Debatten-Serien. Zeitschriften, die das richtige Anlegen von Rosenbeeten lehren, sind der Renner auf dem Medienmarkt.

Grüne plakatieren ihr zur Ehre, Sozialdemokraten melden ältere Besitzansprüche an, und beneiden die Christdemokraten um die Idee mit dem Ministerium. Nazis verkünden, die Liebe zur ihr sei kein Verbrechen, und wer sie nicht liebe, sei aus ihr zu entfernen. Linke kontern knallhart: ihre Liebe zu Region und Gebietskörperschaft sei noch viel tiefer, echter und unverbrüchlicher.

Die staatlichen Programme zur Förderung solcher Gefühle sind satt budgetiert, und je trostloser das Kaff, desto hymnischer hat der Song zu sein, der seinen Liebreiz besingt. Der deutsche Pop folgt diesem Credo, unsubventioniert und in Privatinitiative. Hauptsache es wird gefühlt. Und das heißt immer: Allem zersetzenden Denken und kritischer Reflexion wird die Stirn geboten.

So fühlt man sich schonmal wie ein Baum, also tief verwurzelt und unumtopfbar, weil sonst Psyche und Identität Schaden erlitten. Manche schnuppern auch an Bratwürsten und behaupten, dann spürten sie Heimat. Vor allem rein und unbefleckt soll sie sein, von ihren Männern beschützt und verteidigt.

Im Namen von Idyll, Harmonie, Tradition, Brauchtum, Familie und weiterer Höllen wird gegen die Fremden und das Fremde zu Felde gezogen. Was man bereits ohne Meinungsforschung erkennen konnte, wurde mittlerweile auch empirisch belegt: Je mehr Heimatliebe, desto ausgeprägter die rassistische Gesinnung.

Unbeeindruckt davon, stets dem Konstruktiven verpflichtet, bastelt die Zivilgesellschaft an ,alternativen‘ Heimatbegriffen. Und wo noch ein Restwissen oder eine Ahnung vorhanden ist, über die Geschichte dieses rechten Kampfbegriffs, der oft nur ein anderes Wort für ,Blut und Boden‘ war, zitiert man das letzte Wort aus »Prinzip Hoffnung« des marxistischen Philosophen Ernst Bloch: »Heimat« – und verschafft sich so gutes Gewissen.

Das und vieles mehr – das Absurde und das Gefährliche – wird an diesem Abend auf Bühne und Leinwand besichtigt und vorgeführt, nachgespielt und kommentiert, analysiert und in die Tonne getreten. Stets parteiisch auf der Seite der historischen und zukünftigen Opfer der Heimat.

FRANK SPILKER (Die Sterne) trägt eine brauchtumsfremde Komposition bei – sein Song möge Heimatfeinde in Bewegung und Heimatfreunde zum Erstarren bringen.

Wer das für Nestbeschmutzung hält, versteht uns richtig.
Link zur Homepage
sa 16/05
15:00
Fight Back Festival vol. 11
Infos folgen. Save the date.
Link zur Homepage
sa 16/05
15:00
Fight Back Festival vol. 11
Infos folgen. Save the date.
Link zur Homepage